Tun und Lassen

Da sitzt man nun und weiß nichts mit der Zeit oder sich anzufangen.

Man könnte sich das neue Buch zur Hand nehmen und es lesen, man könnte sich mit einem Kaffee und einer Zigarette bewaffnet auf den Balkon setzen und der Natur lauschen.. (oder das Dröhnen der vorbeirauschenden Autos). Man könnte die E-Mails schreiben, welche man schon tagelang vor sich herschiebt oder sich in einer heißen Badewanne mit Kerzenschein gemütlich zurücklehnen und merken wie alleine man doch ist. Man könnte aber auch nach dem Handy greifen um zu fragen, wie der Rest den Abend verbringt und sich aufdrängen oder sich stylen und einfach mal alleine auf Tour gehen- irgendjemanden wird man schon treffen. Man könnte auch versuchen den Streit der vergangenen Tage zu verarbeiten und hinter sich zu lassen- oder gleich einen Schlußstrich ziehen.

Man könnte so viel und was wird getan?

Vor dem Pc sitzen, den Bildschirm anstarren, die Playlist rauf und runter laufen lassen und in die Tasten hämmern nur weil einem die Überwindung so verdammt schwer fällt.

Kennt ihr den bitterbösen überdimensionalen, inneren Schweinehund, der einen immer tiefer mit sich runter zieht? In dessen Gegenwart man es nicht mal schafft sich Aufzuraffen um den halben Meter zum Bett zu laufen?

Und warum hindert er einen dann nicht daran über “Belangloses” nachzudenken, sich über Nichts und doch Alles den Kopf zu zerbrechen, Situationen und Gespräche- welche nie stattfinden werden- immer wieder neu ablaufen zu lassen? Dass man  mit einem lachenden und einem weinenden Auge tagtäglich durch die Welt schleicht? Oder seine Zeit nicht “sinnvoll” nutzt sondern sie in Sekundenschnelle einfach an sich vorbeirennen lässt, ihr nachschaut und sich denkt “Ja und..?!”.

Ich geh die Antworten auf die Fragen mal suchen.. ^^

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