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Von Beschneidung und Taufe | Ein kurzer Moment

Von Beschneidung und Taufe

In den letzten Tagen hält sich die Diskussion über das Urteil des Landgerichts Köln, welches Beschneidung als Körperverletzung ansieht.
Das deutsche Judentum ist empört, und man mag das verstehen und vielleicht unterstützen. Ich allerdings muss sagen: Ich teile die Sichtweise des Gerichts.
Beschneidung mag seine Vor- und Nachteile haben. Es mag sogar in manchen Fällen medizinisch notwendig sein, kann vielleicht hygenisch von Vorteil sein – aber es ist und bleibt in den meisten Fällen ein rein traditionelles, religiöses Überbleibsel.
Ich denke da ähnlich wie über die Taufe. Es ist gut, wenn Menschen glauben haben, sich dem verschreiben und in diesem Ritual sich dazu bekennen.
Tauft man aber ein Kind, das noch völlig außer Stande ist eigene Entscheidungen zu treffen, und diesen Weg bewusst zu wählen, zwingt man es aber in einen Schuh, der dem Kind vielleicht garnicht passt. Dieser Brauch ist alt, und hatte auch durchaus noch Sinn, als es für die Masse nur die eine einzige Religion gab. Heute aber ist die Menschheit zu aufgeklärt und zu freidenkend, als dass die alte Legitimation (ich will dass mein Kind von Gott geschützt ist) noch greifen könnte.
Hier wird dann nichts anderes getan als aufzuzwingen. Deshalb bin ich gegen die Taufe eines Kindes. Das Kind soll selbst bestimmen welchen Weg es wählt, und bis dahin ist es die Aufgabe der Eltern das Kind zu schützen.
Und so ist es auch mit der Beschneidung. Wer das gerne möchte, soll das gerne tun. Ob aus hygienischen Gründen, oder weil er meint die Frauen stehen drauf, oder weil er gewisse komische Neigungen hat ist dann auch völlig egal. Es ist seine Entscheidung und damit völlig legitim.
Hier reden wir aber von Beschneidung eines Kindes welches nicht in der Lage ist sich selbst dafür zu entscheiden. Und genau da beginnt Zwang, und genau da wird es eine Körperverletzung.
Wie kann man in der einen Minute die (durchaus grausame und abzulehnende) Beschneidung der Frau als barbarische unaufgeklärte Grausamkeit verurteilen um in der anderen Minute die Beschneidung des Mannes als religiöse Salbung verteidigen? Natürlich, der Eingriff ist weit weniger schmerzhaft und verstümmelnder als der bei der Frau – aber ist es wirklich etwas anderes, nur weil es eben “schon immer so war und Gott es so will”?
Wie kann man andere Religionen für ihre rückständigen Bräuche verurteilen, die dort doch auch schon seit Jahrhunderten verankert sind, und dann auf die eigenen rückständigen Bräuche bestehen?

Auf die religiöse und philosophische Diskussion möchte ich jetzt hier nicht eingehen, das ufert doch zu sehr aus.

Aber eins bleibt wie es ist. Wenn ich mein Kind zum Arzt bringe und der schneidet dem ohne medizinische Indikation ein Loch in die Lippe und schiebt einen Teller rein, dann ist das eine Körperverletzung, ganz egal ob das mein Glaube ist oder nicht. Darf man dann also wirklich eine Ausnahme machen, nur weil es religiöse Tradition ist, die von einer großen Masse praktiziert wird?
Nein! Ich denke nicht! Alles was gegen den Willen des Kindes passiert ist gegen unser ältestes Grundrecht – Die Selbstbestimmung!

Ein schönes Wochenende!

2 Kommentare zu „Von Beschneidung und Taufe“

  • S.:

    “Heute aber ist die Menschheit zu aufgeklärt und zu freidenkend, als dass die alte Legitimation (ich will dass mein Kind von Gott geschützt ist) noch greifen könnte.”

    Ist dem den wirklich so? Ich bin selbst Agnostiker, aber wer weiß schon, ob da nicht doch irgend ein Gott ist und das ganze hilft? Junge Eltern wollen ihre Kinder auf allen erdenklichen Wegen vor Bösem schützen lassen, warum nicht auch durch diesen? Rein theoretisch könnte ja was dran sein.
    Und ob die ganze Menschheit heute wirklich so aufgeklärt und freidenkend sein mag, schonmal abgesehen von Afrika/ Südamerika und irgendwelchen bildungsferneren asiatischen Teilen, geh einfach mal raus auf die Straße und sprich mit Menschen und du siehst, wie “aufgeklärt und freidenkend” sie sind. Und vorallem darf so ein neutrotischer Mensch wie du, der nicht auf bestimmten Zahlen parkt, solch ein Argument, dass das Aberglaube ist, in meinen Augen gar nicht anführen!

    “Wie kann man in der einen Minute die (durchaus grausame und abzulehnende) Beschneidung der Frau als barbarische unaufgeklärte Grausamkeit verurteilen um in der anderen Minute die Beschneidung des Mannes als religiöse Salbung verteidigen?”

    Die Frauen werden irgendwo mit einer Rasierklinge mehr oder minder im Dreck verstümmelt und haben anschließend schwere Probleme beim Kinder kriegen und der Penetration, dass sie außerdem niemals Spaß am Sex haben werden, da z.B. der Kitzler abgeschnitten ist…..abgesehen davon, dass in der afrikanischen Kultur Spaß beim Sex eh kein Thema ist…..ist nochmal ein anderes Thema. Die Beschneidung bei der Frau stellt eine enorme negative Beeinflussung im Leben einer Frau dar, beim Mann dagegen handelt es sich lediglich um ein kleines, ziemlich überflüssiges Häutchen, das unter deutlich besseren hygienischeren Bedingungen entfernt wird.

    Das einzige Arguement, das wirklich zählen würde wären die Menschenrechte, wie du sagst die Selbstbestimmungen. Alle anderen Arguemente und Vergleiche hinken. Ja, die Kinder müssten selbst entscheiden können, ob oder ob nicht, aber:

    Die Menschheit und das gesellschaftliche Leben ist eben bestimmt und geprägt durch Traditionen. Man könnte genauso gut sagen ab jetzt darf niemand mehr Fleisch essen, der Sonntagsbraten ist gestrichen, dafür müssen Tiere sterben, Weihnachtsbäume werden auch abgeschafft, da jedes Jahr zig Bäume gefällt werden nur um ein paar Wochen in einem Wohnzimmer auszutrocknen und weg geschmissen zu werden und und und. Aber nur weil es um Menschen geht ist es ja gleich wieder was ganz was anderes. Das ist quasi ein Fass ohne Boden. Und mit den Vergleichen ist der Verlust eines Häutchens im Vergleich zum Verlust des Lebens aufgrund von Traditionen (Fleisch essen ist denk ich auch eine Tradition, siehe Indien, die z.B. KEINE Kühe essen) ja eigentlich winzig.

    Fazit: Ein sehr komplexes, sehr schwierig zu entscheidendes Thema über das man lange diskutieren könnte und dass du in meinen Augen zu lapidar beanwortet hast, weil du vermutlich einfach nur gedacht hast “Ich möchte nicht, dass jemand meinem Kind was abschneidet und/oder weh tut” und das Thema dann mit ein paar vage Thesen schnell vom Tisch gekehrt hast.

    ;)

  • Alex:

    Liebe S.

    Du hast leider nicht ganz verstanden worauf ich hinaus wollte.
    Ich verurteile lediglich die Doppelmoral die die Gesellschaft an den Tag legt.
    Dass die Beschneidung der Frau auf einem völlig anderen Level agiert ist unbestritten, aber für meine Argumentation bedeutungslos.
    Vereinfacht könnte man sagen: Du kannst nicht mit den Finger auf einen zeigen der jemand nach Strich und Faden verdrischt, und im selben Augenblick einen anderen einen, weit harmloseren Arschtritt gibt.
    Klar, das eine ist weit schlimmer als das andere – beides ist aber faktisch Gewalt die man einem anderen antun. Und ich weiß selbst das die Beschneidung praktisch harmlos ist, ändert aber nichts daran dass es im rechtlichen und auch praktischen Sinne eine Körperverletzung ist, wenn auch eine kleine.
    Für zählt mich also das Argument: “Ist doch fast harmlos” nicht.

    Und auch das Argument: “Warum sollte mans nicht tun, man kann nie wissen”, ist ein sehr einfaches Argument. Es gibt zahllose Traditionen und Aberglauben. Damit ist das Taufen nicht legetimer als z.b. das Trinken von ekligen Wasser der Dame Uriella. Fakt ist, dass da draußen Millarden Menschen rumlaufen die nicht christlich getauft sind. Von denen gehts manchen besser und manchen schlechter. Und bei den Christen gehts manchen besser und manchen schlechter. Ich sehe keinen wirklichen Grund, außer eben Tradition, mein Kind zu taufen.

    Und Traditionen haben nichts damit zu tun, jemanden seinen Willen aufzuzwingen.
    ;-)
    Fressen und Gefressen werden ist das älteste Gesetz der Natur, und hat in einer Diskussion über Beschneidung nichts verloren :-)

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