Wache Momente

Wenn sie alleine ist,

denkt sie manchmal viel an ihn.
Und sie weiß, dass sie das nicht sollte.
Sie möchte nicht, dass er bei ihr ist.
Sie möchte nicht, dass er woanders ist.
Es ist einfach besser so, wahrscheinlich.
Da sind einfach Schluchten.
Wohl unüberwindbar.
Zu viel Gehölz und Gestein um sie herum.
Und irgendwann – kein Weg zurück.

Wenn sie bei anderen ist,

denkt sie manchmal garnicht an ihn.
Und sie schämt sich auch garnicht dafür.
Sie möchte garnicht, dass er bei ihr ist.
Es stört sie nicht, wenn er woanders ist.
Es ist alles gut so.
Der Blick ist fern von Schluchten.
Nach vorne gerichtet.
Ungewiss, klar.
Aber immer gradeaus.

Wenn er bei ihr ist,

denkt sie manchmal garnicht mehr.
Und es ist okay, für eine ganze Weile.
Sie möchte garnicht, dass er weg ist.
Es kann garnicht sein, dass er woanders ist.
Es ist schön so.
Ihre Hand passt genau in seine.
und wenn sie zusammen einschlafen,
Haut an Haut,
hat sie nicht einen kleinen Zweifel.

Manchmal hat sie wache Momente,
wenn sie alleine ist,
wenn sie bei anderen ist,
wenn er bei ihr ist.
Sie weiß nur nicht:
Wann..?

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