Wer bin ich?

… Und wie viel “ich” bin ich?

Man sagt es gibt Menschen, die kommen auf die Welt und sind von Anfang an ein Arschloch.
Ob das wohl stimmt?
So viel hab ich schon darüber nachgedacht, was genau uns zu dem macht was wir sind.
Sind es die Gene? Die äußeren Umstände? Die Sterne? Die Erfahrung? Sie Seele?

Es ist schon erstaunlich, dass es in der Masse von Menschen immer wieder den ein oder anderen gibt der irgendwie heraussticht. Sei es positiv oder negativ.
Diese Menschen sind irgendwie… anders.
Manche sind sich dessen bewusst. Manche sind sich dessen nicht bewusst. Viele denken sich dessen bewusst zu sein, stechen aber nicht heraus.
Es sind nicht so viele wie man meinen möchte. Ich hab schon mal gesagt, dass ich denke, dass die meisten, die sich für was Besonderes halten, doch meist nur ganz gewöhnlich sind. Tatsächlich denke ich dass sich gut 98 % der Leute in irgendwelche Schubladen stecken lassen können, ohne dass ihnen Unrecht getan wird. Aber es tauchen doch immer mal wieder weisse Büffel irgendwo auf.
Und da ist dann auch schon ein guter Punkt. Ich glaube man wird schon anders geboren.
Wenn ich mir anschaue, welche Entwicklung manche Menschen bei ganz ähnlichen Umständen nehmen können, kann ich eigentlich auf keinen anderen Schluss kommen. Ob das jetzt die Gene oder die Seele sind, die das bestimmen, lassen wir aber mal beiseite – das wird mir zu tiefgründig.

Ist es was gutes oder was schlechtes, ein weisser Büffel zu sein?
Die Geschichte zeigt wohl: Es ist ein Kreuz. Die Welt ist voller tragischer Schicksale. Voll von großen Denkern und Künstlern die nicht mehr alle Steine auf der Schleuder haben.
Aber die Geschichte zeigt auch, wenn man bereit ist sein Kreuz zu tragen – dann kann man was bewegen. Das muss nicht mal was großes sein – nicht jeder ist ein Martin Luther King. Oft reicht es schon in einem anderen Menschen etwas zu bewegen, oder auch nur in sich selbst.
Das größte Problem ist meistens wohl, dass man sich nicht dazugehörig fühlt. Man ist ein Bonsai im Nadelwald. Ein Wassertrinker unter 100 Biertrinkern. Man fühlt sich unverstanden. Man versteht die anderen nicht. Man spricht eine andere Sprache. Fehl am Platz. Nirgendwo zuhause. Allein.
Dieses zu überwinden, anzunehmen, akzeptieren und vielleicht sogar seinen Nutzen daraus zu ziehen ist eine schwere, für viele unlösbare Aufgabe. Aber es geht – das haben schon manche gezeigt. Und wer das schafft – den kann so leicht nichts mehr umhauen. Das sind dann beneidenswerte Menschen.

Ich versteh garnicht warum so viele so gern anders sein wollen. Ich persönlich fände es besser ein Teil von einem großen Ganzen zu sein. “Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom” ist großer, dämlicher Mist. Der Mensch ist ein Rudeltier. Wegen einem Individuum hat noch keine Spezies sich halten können.
Das soll jetzt aber nicht heißen dass man jede Dummheit (und unser Alltag besteht aus unzähligen Dummheiten) mitgemacht werden muss.
Man muss das Spiel ein wenig mitspielen – und in die richtigen Bahnen lenken. Nur dann kann man etwas bewegen. Veränderung passiert innen, niemals von außen.

1 Kommentar zu „Wer bin ich?“

  • S.:

    Uuiiiiii :) “mein” Text :) ein guter Anfang, über den man jetzt noch stundenlang weiter philosophieren könnte! Schade, dass es keinen “Gefällt mir”-Button gibt ;)

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