In den sauren Apfel gebissen…

Ich hab es getan!
Bestimmt ein Jahr hab ich mit mir gehadert. Gerechnet. Recherchiert. Verworfen. Wieder mit dem Gedanken gespielt. Verworfen. Ich hab Alternativen gesucht. Hab es mit VM´s versucht. Mit angepassten Versionen. Und jetzt, vor einer Woche, hab ich es getan.
Ich habe mir einen Apfel gekauft.
Ein Macbook Pro 13″.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Es ist keine Offenbarung. Ich hab auf meinem kleinen Netbook (MSI-Wind) schon MacOsX laufen, und wusste was mich erwartet. Das war mit ein Grund, warum ich mir das Ding gekauft hab. Das System ist wirklich schön anzusehen. Die Einrichtung, die Installation von Programmen und das Handling ist wirklich einfach. Sehr postiv überrascht bin ich vor allem vom Touchpad. Auf meinem kleinen Netbook hatte ich das natürlich nicht. Die Fingergesten sind einfach, und man gewöhnt sich verdammt schnell daran. Sitze ich jetzt an einem anderen Notebook fällt es schon schwer ohne die Gesten klar zu kommen.
Als IT-Admin bin ich aber vor allem gewohnt mit der Tastatur zu arbeiten. Zumindest an Windowsmaschinen kommt man so weit schneller zum Ziel. Nur kann ich die meisten der gewohnten Tastenkombinationen an dem Macbook nicht nutzen. Bildschirm sperren, alles minimieren, befehl ausführen, nachrichten schicken mit Tab und Enter ist nun nicht mehr so einfach. Manches davon geht, aber anstatt eine Hand brauch ich jetzt zwei, oder die Maus. Sehr gewöhnungsbedürftig.
Mein Problem dabei ist, dass ich ein Gewohnheitstier bin. Wenn ich jetzt an Kundenrechnern sitze will ich automatisch meine, in einer Woche schon angelernten, Macbookgesten benutzen. Das ist schlecht.
Weiter ist die Anordnung einiger Sonderzeichen anders, bzw garnicht erst angezeigt. Um die geschweifte Klammer zu finden (brauch man vor allem beim Programmieren) musste ich Google fragen. Wenn ich ein gewohntes @ machen will, ist mir schon öfter passiert, dass ich Fenster schließen möchte, weil die Tastenkombination “ALT-GR+Q” (im Apfel “CMD+Q”) Progamme schließt.
Alles sehr gewöhnungsbedürftig. Aber eigentlich auch kein Minuspunkt.
Mit bestimmter Software ist es mir auch möglich weiter Windows und Linux zu benutzen. In nur wenigen Tagen konnte ich meine ganze Arbeitsumgebung (Privat wie für meine Firma) auf die Kiste zu portieren und uneingeschränkt arbeitfähig machen. Der Apfel kann völlig problemlos in zwei Netzen gleichzeitig arbeiten, und hat insgesamt mein altes Firmenarbeitsgerät weit abgehängt.

Alles in Allem bin ich sehr zufrieden. Der Preis ist natürlich ein großes Manko. Rein von der Performence her, hätte ich für das Geld natürlich mehr erhalten können. Aber ich war nie so süchtig nach Leistung. :-)
Die Kiste sieht schick aus, und ist sehr sehr zweckdienlich. Ich bereue den Kauf noch nicht, und denke dass das auch so bleiben wird.

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