Es war einmal…

Vor ein paar Tagen hatte ich ein kurzes Gespräch über Vergangenheit – und wie wichtig Erinnerungen sind.

Wie wichtig sind denn Erinnerungen?
Wie beeinflussen sie uns in der Gegenwart?
Haben sie überhaupt noch Relevanz, oder sollte man sich nur auf die Gegenwart und auf die Zukunft konzentrieren?

Die Antwort ist meiner Meinung nach kurz und klar:

Erinnerungen sind sehr wichtig – und sie beeinflussen uns nicht nur, sondern sie machen uns aus.

Alles was in unserem Leben passiert ist, hat uns dahin geführt wo wir jetzt sind.
Ich hab mich mal gefragt ob ich etwas ändern würde. Ob ich einen Umstand einfach gern aus meinem Leben wegputzen würde und es anders machen würde.
Und, soviel Dummes ich in meinem Leben auch gemacht haben mag, bin ich mir nicht sicher ob ichs heute ändern würde.
Das hat zwei Gründe.
Erstens: Ich wüsste nicht wo ich dann heute wäre. Vielleicht hätte ich dann nicht mehr das was ich jetzt hätte, worauf ich stolz bin, oder woran ich Gefallen finde.
Zweitens: Ich würde Erinnerungen aufgeben.

Was für ein Mensch wäre ich, würde ich alle meine Erinnerungen verlieren?
Das ist eine intressante Frage. Auch eine sehr wichtige Frage. Ich glaube wenn das so wäre, dann würden alle meine “Roh-Charakter-Eigenschaften” zum Vorschein kommen. Alles zwischenmenschliche was ich gelernt hab, was Menschen dazu bewogen hat mich zu lieben, was ich von Menschen dich liebe gelernt habe – alles das wäre fort.
Auch die wichtigsten Erfahrungen – die schlechten – wären fort.
Wie wäre ich dann?
Ich würds gerne wissen – aber das werde ich wohl nie erfahren. Und wenn doch, dann werd ich das Interesse daran vergessen haben ;-).

Lirum Larum.
Alle Erinnerungen, die guten wie die schlechten, sind ein Teil von mir  – ein wichtiger Teil von mir.  Jede Einzelne macht mich aus. Fehlt eine, bin ich ein anderer Mensch. Grund genug an ihnen festzuhalten. Sie zu verdrängen wäre Verrat an sich selbst.

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