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Spammer und Schnorrer und Bettler | Ein kurzer Moment

Spammer und Schnorrer und Bettler

Die Woche ist ganz jung, und doch geht sie mir schon auf die Nerven :-)

Ich hab mir die Hand etwas verbrannt. Zumindest so sehr, dass sie verbunden werden musste. Das schränkt mich sehr in meinem Alltag ein.
Grade schau ich auf meine Eingabemaske, um über die zwei verschiedenen Leute zu schreiben, die mich um Geld angebettelt haben. Da seh ich, dass 365 Spam-Kommentare abgeben wurden, um für Viagra und irgendwelchen Scheiß zu werben.
Versteht mich nicht falsch. Ich steh auf Feedback. Ich wünsche mir Feedback.
Und wenn irgendjemand endlich mal die Kommentarfunktion entdecken würde, würde ich wohl Luftsprünge machen.
Aber das geht doch schon etwas in eine leicht falsche Richtung.

Thomas ist in München, noch bis Mittwoch. Er hätte seine wahre Freude daran gehabt.

Zumindest sind die Besucherstatistiken für diesen Moment etwas hoch gewesen. ;-)

Aber kommen wir zum Wesentlichen.
Ich bin heute, nach einem langen und anstrengenden Arbeitstag, einkaufen gewesen.
Wenn ich einkaufe, dann bin ich da prinzipiell sehr darauf bedacht, es schnell hinter mich zu bringen. Ich hab schließlich noch einen Arsch voll zu tun, und halte mich generell nicht gerne in Einkaufsorten auf. Heute hatte ich es sogar noch etwas eiliger – die Natur verlangte ihr Recht.
Ein schneller Sprung zum Geldautomat. Das Kartenzahlen habe ich mir abgewöhnt. Die Sparkasse ist ein Verbrecher, wenn es um die Nutzungskosten geht.
Dort wurde ich angehalten, und ich wurde gefragt, ob ich zwei Minuten Zeit hätte.
“Nein, ich bin ziemlich auf dem Sprung.”
“Es geht um Kindesmissbrauch”
“Ich habe nie ein Kind missbraucht…”

Durchaus ein Thema, mit dem man meine Aufmerksamkeit wecken kann. Ich empfinde tiefste Abscheu über solche Verbrechen. Sind doch Kinderschänder eine der wenigen Ausnahmen, für die ich die Todesstrafe fordere.
“Das dachte ich auch nicht. Es geht um den Täter und Opferschutz. Täter werden auf Kosten des Staates geschützt und therapiert. Ein Opfer muss sich selbst um dies alles kümmern. Wissen sie was eine Therapie kostet?”
Ein intressantes Thema. Ich weiß um Therapien, über die Schwierigkeiten sie zu bekommen, jemanden, der es bezahlt. Ich weiß auch um die Kosten. Ich weiß um den Nutzen der Therapie, und auch, dass sie nötig sind.
“Ja, das weiß ich. Je nach Zeit und Aufwand können da gut 10000 Euro anfallen.”
“Richtig. Und wir haben uns zur Aufgabe gemacht, diese Kinder zu unterstützen.”

Eine sehr noble Aufgabe. Eine Aufgabe, die ich mit dem was ich an Beitrag liefern kann unterstützen würde.
“Und wie soll ich diese Kinder unterstützen”
“In dem sie ihre Stimme geben, und sich dahinter stellen!”
“Und wie gebe ich meine Stimme?”
“Indem sie Mitglied werden.”

….

Ich habe einen Blick auf den Antrag geworfen, dankend abgelehnt, viel Erfolg und Glück für die weitere Suche gewünscht und bin zum Geldautomaten gelaufen.

Keine zwanzig Minuten später komme ich aus dem Lidl heraus. Ich gehe zu meinem Flog, verstaue meinen Einkauf und bringe den Wagen zurück. Da spricht mich ein etwas heruntergekommener Kerl an.
Jung. Anfang zwanzig würde ich sagen. Einen Hund dabei.
Er ist mir vorher schon aufgefallen, als ich in den Lidl hineingegangen bin. Da hat er nur Frauen angesprochen. Ich hab ihm angesehen, dass es ihm sehr unangenehm war.

Ich habe, ganz bewusst, Augenkontankt gesucht. Ich wollte, dass er auf mich zukommt. Ich wollte, dass er mich fragt.
“Hast du vielleicht 50 cent für was zu Essen?”
Ich nicke freundlich.
“Wo kommst du her?”
“Hier aus Aschaffenburg.”
“Und was bring dich hier her? Also vor den Lidl?”
“Ich hab bis vor kurzem ALG1 bekommen. Die Arge lässt sich sehr viel Zeit.”
“Hast du ein Dach übern Kopf?”
“Ja noch. Nur kein Geld fürs Essen.”
“Wie lang sitzt du hier schon?”
“Keine Ahnung. So ne Stunde. Bis ich genug zusammen hab, dass es für heute reicht.”
“Dann viel Glück dabei! Und lass dir nicht alles von der Arge gefallen.”

Ich hab ihm 10 Euro gegeben.
Darauf hin hat er seinen Hund gerufen und den Platz geräumt.

Und ich bin zufrieden.
Wer mich etwas näher kennt, der weiß, was ich von solchen Leuten denke.
Hier in Deutschland sind wir so weit, dass es eigentlich nicht mehr nötig ist zu betteln. Ich bin der Meinung, dass jemand, der wirklich etwas gegen seinen eigenen Niedergang tun möchte, es auch wirklich kann.
Ich habe kein Verständnis für Leute, die auf der Straße leben und betteln.
Es ist einfach nicht so, dass man schuldlos auf der Straße lebt, nur weil die Gesellschaft so schlecht ist.
Das mag etwas engstirnig und vielleicht auch etwas überheblich klingen -> Aber ich habe genügend Erfahrungen gemacht, um zu wissen, dass es geht. Ich weiß nicht, wie ich dahin gekommen bin, wo ich jetzt bin (Gott weiß das vielleicht), aber ich hab auch durchaus schwerere, magerere Zeiten durchgemacht. Und das waren nicht die Monate, die ich auf Argekosten gelebt habe.
Inzwischen verdiene ich auch nicht das große Geld, sondern muss auch jeden Euro zweimal umdrehen.

Warum also gebe ich dem Kerl so viel (und 10 Euro ist viel) Geld?
Das hat mehrere Gründe.
Erstens sagt er mir direkt und ungeschönt, was er von mir will.
Er schiebt nicht einen anderen Grund vor. Er versucht nicht, mein Gewissen zu manipulieren, um für ein Jahr Mitglied in einem Verein zu werden, der mich Geld kostet.
Klar. Es geht um die Kinder. Welche kaltherzige Mensch würde da nichts spenden?
Ich würde einem Kind helfen, wenn ich das Kind kennen würde. Wenn ich dem Kind direkt helfen könnte. Wenn ich dem Kind selbst das Geld geben könnte. Das wäre mir sogar einen Monat selbstgedrehte Zigaretten rauchen wert – weil ich das Geld für normale Zigaretten nicht mehr hätte (Ja, ein teures, sinnloses Laser).
Aber um drei Ecken rum tu ich das nicht. Mit vertraglicher Verpflichtung schon zwei mal nicht.

Zweitens weiß ich, dass es sehr erniedrigend ist, zu betteln. Ich selbst würde mich wohl sehr überwinden müssen, so etwas zu tun. Ich bin ein sehr stolzer Mensch. Wahrscheinlich würde ich lange Hungern müssen, um darauf zurückzugreifen.
Er sah sehr erniedrigt aus.

Ich bin schon von vielen nach Geld gefragt worden.
Viele waren kaltschnäuzig. Routiniert.

Er war es nicht. Lange macht er das noch nicht.

Ich wollte, dass er sich das nicht mehr länger geben muss. Dass er nicht mehr da rum stehen und sich selbst erniedrigen muss.

Ich weiß nicht, ob das, was er mir erzählt hat, der Wahrheit entspricht.
Aber ich weiß, dass sich die Arge wirklich Zeit lassen kann. Ich habe, als ich damals Geld beantragt hab, über 2 Monate (!) gewartet, bis überhaupt mal was passiert ist. Als ich das Geld dann bekommen habe, hatte ich schon wieder Arbeit – Aber ich hätte fast meine Wohnung verloren. Das warten auf Arge hat mich Schlußendlich 600 Euro extra gekostet.
Aber es ist völlig gleich, ob es wahr ist oder nicht.

Er hat es gebraucht. Und er war nicht gierig – 10 Euro reichen für 2 Tage.

Man mag mich jetzt dafür verurteilen, dass ich den armen Kindern nicht geholfen habe, einem Schnorrer aber schon.
Bitte. Seis drum.
Aber ich für mich weiß, dass ich einem Menschen geholfen habe. Das meine kleine gute Tat angekommen ist.

Ein gutes Gefühl.

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